Fünf Tipps und Tricks

Für einen hygienischen und effizienten Praxisbetrieb

Möglicherweise ist es nicht das Erste, an das wir bei Gründung oder Betrieb einer Physiotherapiepraxis denken, sie hat aber dennoch eine enorme Bedeutung: die Hygiene.

Hygienisches Arbeiten ist gut für die Gesundheit und sorgt außerdem bei den Patienten für Vertrauen in den Therapeuten und in die Praxis. Es kostet aber auch zusätzliche Zeit. Besonders in Physiotherapie- und Osteopathiepraxen, wo es zumeist keine Assistenzkräfte gibt und die Behandlungen schnell nacheinander ablaufen müssen. Wie sorgen Sie in diesem Fall für einen hygienischen, aber dennoch schnellen und reibungslosen Praxisbetrieb? Um diese Frage zu beantworten, haben wir uns nicht nur in die Hygieneempfehlungen der WHO und der niederländischen Gesellschaft für Physiotherapie vertieft, sondern auch nach erhältlichem Behandlungsmaterial gesucht. Daraus sind diese fünf Tipps entstanden:

  • Tipp 1: Desinfizieren Sie die Behandlungsliege nach jeder Behandlung mit einem guten, schnell wirkenden Desinfektionsmittel.
  • Tipp 2: Schützen Sie die Behandlungsliege mit einem desinfizierbaren, antibakteriellen Schutzbezug.
  • Tipp 3: Verwenden Sie ein Ergomax-Gesichtskissen.
  • Tipp 4: Falls nötig waschen Sie Ihre Hände mit Wasser und Seife. Verwenden Sie in allen anderen Situationen Handalkohol.
  • Tipp 5: Halten Sie sich an die allgemein gültigen Hygieneempfehlungen.

Tipp 1: Desinfizieren Sie die Behandlungsliege nach jeder Behandlung mit einem guten, schnell wirkenden Desinfektionsmittel.

Das Problem:

Jeder Physiotherapeut kennt und hat ihn wahrscheinlich auch: den Frotteebezug für die Behandlungsliege. Er wurde eingeführt, um die Liege zu schützen und dem Patienten gleichzeitig mehr Komfort zu bieten. Um Hygiene garantieren zu können, muss er jedoch nach jedem Patienten gewechselt und gewaschen werden. Der Nachteil ist, dass dies nicht nur Zeit, sondern auch Geld kostet. In der Praxis bleiben die Bezüge daher oft im Schrank liegen und es muss nach anderen Lösungen gesucht werden, um trotzdem weiterhin hygienisch arbeiten zu können.

Die Lösung:

Verwenden Sie keine Frotteebezüge, sondern desinfizieren Sie die (unbedeckte) Behandlungsliege nach jeder Behandlung mit einem Desinfektionsmittel. Aber Achtung: Nicht alle Mitteln töten Viren und nicht alle wirken gleich schnell. Ein Mittel, das keine Viren abtötet, ist nutzlos und ein Mittel, das für seine Wirksamkeit 5 Minuten einziehen muss, verringert die so gewonnene Effizienz. Wählen Sie das Desinfektionsmittel also sorgfältig aus. Der Vorteil liegt auf der Hand: Alle halbe Stunde ein neuer Bezug ist nicht mehr nötig und große Wäscheberge gehören der Vergangenheit an.

Tipp 2: Schützen Sie die Behandlungsliege mit einem desinfizierbaren, antibakteriellen Schutzbezug.

Das Problem:

Das Desinfizieren der Behandlungsliege mit einem Desinfektionsmittel hat leider auch Nachteile. Denn Sie sparen zwar Zeit, es ist aber fraglich, ob Sie auch Geld sparen. Sie haben weniger Wasser- und Energiekosten, müssen aber ein gutes, schnell wirkendes Desinfektionsmittel anschaffen. Außerdem ist die unbedeckte Liege nicht geschützt und es muss sich erst noch zeigen, ob die Behandlungsliege, durch den häufigen Einsatz von Desinfektionsmittel schneller verschleißt. Mögliche Lösungen, die keine zusätzliche Arbeit und Wäsche verursachen, sind die Verwendung einer Papierrolle oder eines Handtuchs, das der Patient selbst mitbringt. Aber ... die Papierrolle bietet weniger Komfort, fühlt sich kalt an, verrutscht bei Bewegungen und kann dazu führen, dass sich dennoch Mikroorganismen auf der Liege verbreiten. Auf ein Desinfektionsmittel kann also trotzdem nicht verzichtet werden. Gleiches gilt für die Verwendung eines Handtuchs, wobei sich grundsätzlich die Frage stellt, wie sauber es eigentlich ist.

Die Lösung:

Indem Sie den Stoffbezug durch einen desinfizierbaren Schutzbezug ersetzen, lösen sich die oben beschriebenen Probleme in nichts auf. Deshalb hat Gymna einen desinfizierbaren, bi-elastischen Schutzbezug im Angebot. Dieser wasserdichte Bezug besteht aus beständigem, atmungsaktivem Material und ist hypoallergen, hydrostatisch, schwer entflammbar und antibakteriell, wodurch er schimmel- und bakterienbeständig ist. Die erwähnten Mikroorganismen können nicht auf dem Bezug überleben, weil das Material keinen Nährboden bietet. Wenn Sie diesen Bezug trotzdem desinfizieren möchten, dann lässt sich das einfach und schnell erledigen, weil er die schmalen Öffnungen zwischen den Polstern der Behandlungsliege abdeckt. Die Desinfektion ist mit Flüssigkeiten, Sprays oder Feuchttüchern möglich. Außerdem kann dieser bis zu 95 ºC gewaschen werden. Und nicht zu vergessen: Er schützt natürlich den Polster der Behandlungsliege.

Tipp 3: Verwenden Sie ein Ergomax-Gesichtskissen.

Das Problem:

Für was wir uns auch immer entscheiden, damit unsere Behandlungsliege hygienisch sauber und vor Verschleiß geschützt bleibt: Die Gesichtsaussparung in der Liege ist und bleibt unhygienisch. Diese Stelle kommt nicht nur mit Schweiß, sondern auch mit Speichel in Kontakt, der häufig Krankheitskeime enthält. Außerdem kondensieren ausgeatmete Aerosole auf der Behandlungsliege. Eine gründliche Desinfektion ist deshalb sehr wichtig, gleichzeitig aber durch die Ecken und Falten im Polster rund um die Aussparung nahezu unmöglich. Darüber hinaus zeigt die Erfahrung, dass das Leder rund um die Aussparung der Liege sowieso am schnellsten verschleißt. Häufigeres Desinfizieren ist daher nicht wünschenswert. Ein Facecover (einmal verwendbares Schutzvlies) ist durch leicht mögliches Verrutschen und mangelnde Hygiene keine Alternative.

Die Lösung:

Eine effiziente und hygienische Lösung ist das wasserdichte Ergomax-Gesichtskissen, das abwaschbar und desinfizierbar ist. Es lässt sich schnell austauschen, einfach reinigen und ist beständig gegen aggressive Mitteln. Darüber hinaus ist es wesentlich bequemer für Ihre Patienten.

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Tipp 4: Falls nötig, waschen Sie Ihre Hände mit Wasser und Seife. Verwenden Sie in allen anderen Situationen Handalkohol.

Das Problem:

Die goldene Regel lautet: Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen. Aber das Händewaschen kostet viel Zeit. Denken Sie dabei nicht nur an das eigentliche Händewaschen, sondern auch an den Berg von Wäsche, weil Handtücher aus Stoff nur einmal verwendet werden dürfen (was sich durch die Verwendung von Papiertüchern vermeiden lässt).

Händehygiene laut WHO:

Händehygiene ist der Sammelbegriff für Händereinigung und Händedesinfektion und verringert das Risiko für die Übertragung von Mikroorganismen. Händereinigung ist das Waschen der Hände mit fließendem Wasser und Seife. Mikroorganismen und Schmutz werden entfernt. Händedesinfektion ist das Desinfizieren der Hände mit Handalkohol (ab 70 % Alkohol) und entfernt nur Mikroorganismen. Letzteres ist weniger belastend für die Haut, geht schneller und ein Waschbecken ist dafür nicht erforderlich.
Die WHO empfiehlt fünf Indikationen für die Händehygiene:

  • Vor Handkontakt mit dem Patienten
  • Vor sauberen und aseptischen Tätigkeiten
  • Nach Handkontakt mit Körperflüssigkeiten
  • Nach Handkontakt mit dem Patienten
  • Nach Handkontakt mit der Umgebung des Patienten
Die Lösung:

Verwenden Sie Wasser und Seife nur dann, wenn es absolut notwendig ist. Laut WHO ist dies der Fall, wenn die Hände sichtbar schmutzig, klebrig oder nass sind bzw. nach dem Toilettenbesuch. Auch nach Husten, Niesen und Schnäuzen empfiehlt sich das Waschen mit Wasser und Seife, denn obwohl auch hier theoretisch das Desinfizieren ausreichen würde, gibt es dem Patienten ein besseres Gefühl, wenn in solchen Situationen Wasser zum Einsatz kommt. In allen anderen Situationen ist reines Desinfizieren ausreichend. Mehr noch, es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Handdesinfektionsmittel besser desinfizieren als desinfizierende Seife. Aufgrund unnötiger Hautbelastung erfolgt nach dem Waschen mit Wasser und Seife keine Desinfektion mehr.

Auffrischung Händewaschen:

Machen Sie Ihre Hände nass, nehmen Sie Seife und verreiben Sie diese mindestens 10 Sekunden auf Daumen, Fingerspitzen, Handgelenken und Fingerzwischenräumen. Spülen Sie die Seife ab und trocknen Sie Ihre Hände mit einem Papierhandtuch oder Küchenrolle ab.
Auffrischung Händedesinfektion:
Füllen Sie die Kuhle der trockenen Hand mit Handalkohol (Feuchtigkeit verringert die Wirksamkeit des Desinfektionsmittels). Verreiben Sie ihn auf den Händen und reiben Sie weiter, bis der Alkohol getrocknet ist. Erst dann sind die Krankheitserreger abgetötet.

Zusatztipp 1:

Stellen Sie alle paar Meter Handgels auf und desinfizieren Sie zwischendurch Ihre Hände, unbedingt auch im Beisein von Patienten. Das schenkt Vertrauen und lässt sich außerdem auf dem Weg vom Wartezimmer zum Behandlungsraum ganz leicht erledigen.

Zusatztipp 2:

Desinfizieren Sie auch Ihren Seifenspender, denn einige Mikroorganismen können in diesem Milieu gut wachsen. Weil in Rückständen eines nachfüllbaren Behälters Bakterienwachstum auftreten kann, sind nicht nachfüllbare Behälter vorzuziehen.

Tipp 5: Halten Sie sich an die allgemein gültigen Hygieneempfehlungen.

Diese letzten Tipps und Empfehlungen führen nicht direkt zu mehr Effizienz, dienen aber der Hygiene und sind notwendig:

  • Tragen Sie kurze Ärmel und keinen Schmuck an den Händen oder Unterarmen.
  • Halten Sie Ihre Fingernägel kurz und verzichten Sie auf künstliche Nägel, Nagellack oder sonstigen Verzierungen.
  • Binden Sie Ihre Haare immer zusammen oder stecken Sie diese hoch. Halten Sie Ihren Bart oder Schnurrbart kurz und berühren Sie Ihr Gesicht oder Ihre Haare so wenig wie möglich.
  • Tragen Sie täglich saubere Kleidung und waschen Sie verschmutzte Kleidung sofort bei 60 Grad (oder bei 40 Grad und dann im Trockner trocknen oder auf Stufe 3 bügeln). Gleiches gilt für ein Kopftuch.
  • Essen und trinken Sie nie in Räumen, in denen Tätigkeiten mit Patienten ausgeübt werden.
  • Öffnen Sie das Fenster, wann immer möglich. Installieren Sie eventuell eine Klimaanlage, damit die Luft nicht von einer Person zur nächsten strömt.
  • Desinfizieren Sie Patienten- und Personalräume zwei bis drei Mal pro Tag und konzentrieren Sie sich dabei auf Stellen, die häufig angefasst werden (und vergessen Sie die Türgriffe nicht).

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