Die Vorteile der Übungstherapie für spezifische Zielgruppen

Im Blog-Beitrag über Osteoarthritis anlässlich des World Physio Day wurde das Thema Übungstherapie mit Hilfe von Krafttrainingsgeräten schon kurz behandelt. In diesem Blog-Beitrag gehen wir näher auf die Möglichkeiten ein, die sie nicht nur in der Praxis des Physiotherapeuten, sondern auch woanders anbietet.

Übungstherapie mit Hilfe von Krafttrainingsgeräten

Der Vorteil der Übungstherapie mit Hilfe diverser Krafttrainingsgeräte ist, dass geeignete Übungen in dosierter Form angeboten werden können, insbesondere, wenn Geräte mit einem Hydrauliksystem eingesetzt werden. Die Übungstherapie zielt vor allem auf die Verbesserung von Beweglichkeit und Kraft ab, die für die Linderung oder Genesung vieler Erkrankungen wichtig sind. Aber auch für gesunde Menschen ist Beweglichkeit und Kraft wichtig, zum Beispiel im Hinblick auf Verletzungs- und Sturzprävention. Die Übungstherapie lässt sich demzufolge präventiv und auch behandlungstechnisch einsetzen. Darüber hinaus eignen sich Trainingsgeräte ideal für Gruppentraining.

Praktische Nutzung von Krafttrainingsgeräten

Ein Physiotherapeut, der über verschiedene Geräte verfügt, kann diese unterschiedlich einsetzen, beispielsweise für:

  • Übungstherapie als zielgerichtete individuelle Rehabilitation
  • Kleines Zirkeltraining für spezifische Zielgruppen, zum Beispiel Senioren, COPD, Arthrose, Rheuma, postoperativ usw.
  • Komplettes Zirkeltraining in Rehabilitationszentren, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern.

Gruppentraining für spezifische Zielgruppen wirkt motivierend, wodurch die Patienten leichter in Bewegung kommen und länger in Bewegung bleiben. Studien zeigen, dass Menschen mit chronischen Beschwerden, die Krafttraining unter der fachmännischen Anleitung eines Physiotherapeuten machen, ihre Lebensqualität als wesentlich verbessert  

Hinsichtlich der Zielgruppe der Senioren weisen verschiedene wissenschaftliche Studien darauf hin, dass Krafttraining bei älteren Menschen einen Beitrag zum Erhalt der Knochendichte liefern kann und damit für eine Verringerung des Risikos auf Osteopenie und Osteoporose sorgt.2

Auch bei anderen Erkrankungen ergeben sich Gesundheitsvorteile aus einer zielgerichteten Übungstherapie. Ausdauer- und Krafttraining sind beides essenzielle Bestandteile der Lungenrehabilitation bei Patienten mit COPD.3 

Die Übungstherapie wird im Allgemeinen auch bei der Behandlung von Knie-, Hüft- und Handarthrose empfohlen. Der entsprechende Nachweis variiert allerdings je nach Lage der Arthrose.4  

Eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining führte zu einer wesentlichen Verbesserung der Muskelkraft und Herz-Lungen-Ausdauer bei Patienten mit rheumatischer Arthritis. Es wurden außerdem positive Veränderungen bei der Körperzusammensetzung und Funktionsfähigkeit festgestellt. Langfristiges Training scheint wirksam bei der Verringerung der Krankheitsaktivität und dem damit einhergehenden Schmerz zu sein.5 

Es gibt auch immer mehr Nachweise dafür, dass Krafttraining, das kurz nach einer Operation aufgenommen wird, sicher und effektiv in Bezug auf die Wiederherstellung der Muskelfunktion bei älteren Patienten ist, die sich einer akuten oder geplanten Operation unterziehen mussten.

Aber es ist nicht nur für Menschen mit Beschwerden und beim Physiotherapeuten sinnvoll. Die Geräte können viel breiter eingesetzt werden, wie beispielsweise für (begleitete) Fitness, oder in gemeinschaftlichen Sport- oder Entspannungsbereichen.

ERFAHREN SIE MEHR ÜBER ZIELGRUPPENTRAINING IN DER PHYSIOTHERAPIEPRAXIS

Die Vorteile eines Hydrauliksystems

Krafttraining mit Hilfe von Geräten ist im Allgemeinen sicherer, als Krafttraining mit losen Gewichten und das hat zwei Gründe:

  1. Es sind keine losen Gewichte, oder Gewichtsscheiben im Raum verteilt.
  2. Die auszuführende Bewegung wird vom Gerät bestimmt und begrenzt, wobei diese die Gefahr von Verletzungen durch falsche Ausführung – vor allem bei schwereren Gewichten – stark reduziert. 

Krafttrainingsgeräte mit Hydraulikzylindern bieten darüber hinaus noch zusätzliche Sicherheit, weil das Hydrauliksystem die auszuführenden Bewegungen nicht nur begrenzt, sondern auch kontrolliert. Wird der Widerstand zu groß und kann das Gewicht nicht mehr gehalten werden, dann kann die Übung einfach beendet werden. Das Gerät verbleibt in der letzten Einstellung und es muss keine Gewichtsscheibe von müden, oder überlasteten Muskeln in die Ausgangsposition zurückgebracht werden. Auch das verringert die Verletzungsgefahr. 

Einige weitere Vorteile eines Hydrauliksystems:

  • Der Widerstand lässt sich einfach anpassen.
  • Der Widerstand ist geringer und gleichmäßiger.
  • Bei der Ausführung der Übung sind ruhige Bewegungen möglich.
  • Der Kalorienverbrauch ist höher; dadurch ist es wirksamer bei Diäten.
  • Aufgrund der höheren Sicherheit eignet es sich beispielsweise für Sporträume, in denen es keine Betreuung durch einen Physiotherapeuten gibt.

Die Vorteile von Zirkeltraining

Es wurde bereits als mögliche Anwendung für Krafttrainingsgeräte bei spezifischen Zielgruppen und in Einrichtungen, wie Rehabilitationszentren genannt: das Zirkeltraining. Zirkeltraining ist eine Übungsmethode, bei der verschiedene Übungen nacheinander ohne, oder mit kurzen Pausen ausgeführt werden. Das Ziel ist die Steigerung von Kraft und Ausdauer. Dabei wird im Wechsel der komplette Körper eingesetzt, wodurch verschiedene Muskelgruppen angesprochen werden. Da die Übungen sich in Bezug auf Intensität und Wiederholungen individuell anpassen lassen, ist Zirkeltraining sehr niederschwellig. Dass diese Art von Training zumeist in Gruppen stattfindet, ist aufgrund des sozialen und motivierenden Aspekts ein zusätzlicher Pluspunkt.

Wichtige Muskelgruppen und Beispiele für die dazugehörigen spezifischen Muskeln, die behandelt werden können:

  • Bauchmuskeln (M. rectus abdominis, M. obliquus externus abdominis)
  • Rückenmuskeln (M. erector spinae)
  • Armmuskeln (M. triceps brachii, M. biceps brachii)
  • Brust- und Schultermuskeln (M. pectoralis major, M. deltoideus)
  • Hüft- und Kniemuskeln (Mm. quadriceps, Hamstring-Muskulatur, M. poplitius, M. tensor fasciae latae, M. adductor magnus)
  • Gesäßmuskeln (M. gluteus maximus)
  • Waden- und Schienbeinmuskeln (M. gastrocnemius, M. soleus, M. tibialis anterior)

Zirkeltraining mit Hydraulikgeräten als optimale Kombination

Basierend auf den oben genannten Vorteilen von Hydrauliksystem und Zirkeltraining, wäre eine Kombination aus beiden natürlich geradezu ideal. Die Produktlinie W-Move von Gymna, eine Serie von neun Fitnessgeräten, erfüllt diese Eigenschaft. Darüber hinaus bietet die Produktlinie die folgenden zusätzlichen Vorteile:

  • Erweiterung des Angebots in Ihrer Praxis durch die Möglichkeit, neue Zielgruppen wie Senioren, oder Rehabilitationsgruppen ansprechen zu können. 
  • Komplettes Trainingskonzept (Möglichkeit, nach Abschluss der Therapie weiter in der Praxis anstatt in einem Fitnessstudio Sport treiben zu können: vom Patienten zum Kunden)
  • Kundenbindung (auf neuen Bedarf reagieren)
  • Geringer Platzbedarf (weniger als 20 m2)
  • Benutzerfreundlich (Übungen sind selbsterklärend)
  • Einfach zu transportieren (kompaktes Design und einfacher Aufbau; dadurch auch praktisch für Multifunktionsräume)

Wenn Sie weitere Informationen über die von Gymna angebotenen Trainingsgeräte, insbesondere über W-Move, erhalten möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

KONTAKT AUFNEHMEN

 

[1] Lacroix, A., Hortobágyi, T., Beurskens, R. et al. Effects of Supervised vs Unsupervised Training Programs on Balance and Muscle Strength in Older Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med 47, 2341–2361 (2017). https://doi.org/10.1007/s40279-017-0747-6
[2] Hong AR, Kim SW. Effects of Resistance Exercise on Bone Health. Endocrinol Metab (Seoul). 2018 Dec;33(4):435-444. doi: 10.3803/EnM.2018.33.4.435. PMID: 30513557; PMCID: PMC6279907
[3] Strength training increases maximum working capacity in patients with COPD – Randomized clinical trial comparing three training modalities, Karin Vonbank, et al. Respiratory Medicine, Volume 106, Issue 4, 2012
[4] Rehabilitation (exercise and strength training) and osteoarthritis: A critical narrative review, Christelle Nguyen, Marie-Martine Lefèvre-Colau, Serge Poiraudeau, François Rannou, Annals of Physical and Rehabilitation Medicine, Volume 59, Issue 3,2016
[5] The effects of strength and endurance training in patients with rheumatoid arthritis. Strasser, B., Leeb, G., Strehblow, C. et al. Clin Rheumatol 30, 623–632 (2011). https://doi.org/10.1007/s10067-010-1584-2
[6] Beyer N, Suetta C. [Older patients should be offered strength training early post surgery]. Ugeskrift for Laeger. 2013 Oct;175(41):2421-2424. PMID: 24630198.